Singleplayer-Spiele sollen künftig auf der PlayStation bleiben.
Singleplayer-Spiele sollen künftig auf der PlayStation bleiben. (Bild: Unsplash/ Charles Sims)
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Sony bringt weniger PS-Games auf den PC

Chris Bucher
Chris Bucher

Sony scheint seine PC-Offensive zurückzufahren. Laut gut vernetzten Quellen sollen künftig deutlich weniger Singleplayer-Spiele auf dem PC erscheinen. Stattdessen rückt die Konsole wieder stärker ins Zentrum.

Für PC-Spieler wäre das eine unglückliche Kehrtwende, hat das Unternehmen in der Vergangenheit einstige Exklusiv-Titel wie «Red Dead Redemption 2» und «Horizon Zero Dawn» mit zeitlichem Abstand doch noch auf den PC portiert.

Singleplayer-Spiele bleiben auf der PS

Wie zuerst im Podcast Triple Click berichtet wurde, erklärte Bloomberg-Journalist Jason Schreier, Sony wolle seine exklusiven Titel nicht mehr «wie traditionelle Singleplayer-Spiele» auf den PC bringen. Betroffen sein soll auch das für September geplante Wolverine-Spiel von Insomniac Games. Offiziell bestätigt ist das nicht – Schreier gilt allerdings als sehr gut informiert.

Künftig soll der Fokus auf dem PC vor allem bei Live-Service-Titeln liegen. Also bei Spielen, die langfristig laufen, ständig erweitert werden und von einer grossen Community leben. Hier macht Multiplattform-Strategie Sinn: Je mehr Spieler:innen, desto besser gefüllte Server, desto höher die Einnahmen.

Frühere PlayStation-Manager sprachen von «risikofreien Gewinnen» durch PC-Ports, wie «CombuterBase» schreibt. Die Steam-Spielerzahlen vieler Sony-Titel waren solide, aber keine Überflieger. Bei klassischen Einzelspieler-Games scheint Sony darum vorsichtiger zu werden.

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Neugierige Blicke zu Microsoft?

Wohl auch, weil die Konkurrenz derzeit ebenfalls im Umbruch ist. Bei Microsoft hat sich in der Xbox-Sparte zuletzt einiges verändert – unter anderem der Abgang von Xbox-Mastermind Phil Spencer. Das klassische Konsolengeschäft scheint nicht mehr oberste Priorität zu haben, stattdessen setzt man stärker auf Game Pass und Plattform-Ökosysteme.

Für Sony könnte das eine Chance sein, die PlayStation wieder klarer als eigene, geschlossene Plattform zu positionieren. Wer die grossen Singleplayer-Blockbuster spielen will, soll eine PlayStation kaufen – nicht einfach auf Steam warten.

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Meine Meinung

Ich bin und war nie Fan von Exklusivität. Umso schöner fand ich es als PS-Besitzer, jüngst doch noch «Indiana Jones und der Grosse Kreis», «Gears of War Reloaded» und bald auch das erste «Halo» zu spielen. Dass Sony nun in die andere Richtung zu schlagen scheint, halte ich für doof und kontraproduktiv. Zumindest für die Gaming-Community.