Ghostface wird des Metzelns nicht müde. Und die Zuschauer auch nicht. «Scream 7» spielte am ersten Wochenende fast 100 Millionen Dollar ein. Damit legt «Scream 7» weltweit einen Start hin, der selbst innerhalb des eigenen Franchises neue Massstäbe setzt.
In den USA spielte der Film 64,1 Millionen US-Dollar ein, international kamen weitere 33,1 Millionen dazu. Damit überholt der neue Teil den bisherigen Startrekordhalter Scream 6 deutlich: Der Vorgänger kam 2023 auf 44,4 Millionen Dollar zum US-Start – also rund 20 Millionen weniger.
Nostalgie zieht – und kostet
Ein Grund für den Hype dürfte die Rückkehr von Neve Campbell sein. Sie spielt seit 1996 die ikonische Sidney Prescott und hatte beim letzten Teil wegen eines Gehaltsstreits pausiert. Nun ist sie zurück – laut einem Bericht von «Variety» mit einem Vertrag über knapp sieben Millionen Dollar.
Auch Courteney Cox, die als Gale Weathers zum Inventar der Reihe gehört, soll rund zwei Millionen Dollar erhalten haben.
Spannend ist das Box Office auch deshalb, weil Kritiker und Fans nur semi-begeistert sind vom neusten Teil der Reihe. Unter anderem auch, weil man die in den zwei Vorgängerfilmen aufgebaute Geschichte um Jenny Ortega und Melissa Barrera fallen gelassen hat.

Teil 8 ist so gut wie fix
Dass «Scream 7» den bisherigen Rekord pulverisiert, ist auch deshalb bemerkenswert, weil Horror-Reihen oft mit abnehmender Dynamik kämpfen. Hier passiert das Gegenteil. Die Marke bleibt relevant – fast 30 Jahre nach dem ersten Film.
Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie lange trägt das Konzept noch? Meta-Kommentare über Horror-Klischees waren einst das Alleinstellungsmerkmal der Reihe. Heute gehören sie zum Standardrepertoire des Genres.
Kaum sind die Zahlen da, kursieren schon Gerüchte über eine Fortsetzung. Regisseur Kevin Williamson deutete gegenüber «Deadline» an, dass er und Campbell bereits Ideen für einen achten Teil hätten. Überraschend ist das nicht. Ein Franchise, das am Startwochenende fast 100 Millionen Dollar einspielt, wird nicht einfach ad acta gelegt.