Zahlen nicht mehr alle Gamer den gleichen Preis im PlayStation Store? Genau das legt ein aktueller Bericht nahe. Sony soll seit Monaten mit dynamischen Preisen experimentieren – mit teils deutlich unterschiedlichen Rabatten je nach Nutzerinnen und Nutzern.
Wer regelmässig im PlayStation Store unterwegs ist, könnte unbewusst Teil eines Experiments sein. Laut der Plattform «PSPrices» testet Sony seit November 2025 sogenannte «dynamic pricing»-Modelle – also Preise, die sich je nach Nutzer unterscheiden. Hierzulande kennt man das Modell beispielsweise bei Flugtickets, in Badis und in Skigebieten.
Was klein begonnen hat, scheint inzwischen bei Sony ziemlich breit ausgerollt: Anfangs betraf der Test rund 50 Spiele in 30 Regionen, mittlerweile sollen es über 190 Titel in mehr als 70 Märkten sein.

Es geht nicht nur um irgendwelche Nischen-Games, sondern auch um grosse First-Party-Titel wie «Astro Bot», «The Last of Us Part II», «God of War» oder «Spider-Man». Laut «PSPrices» variieren dabei nicht nur die Basispreise, sondern auch die Rabatte während Sales.
Die Plattform nennt auch konkrete Beispiele. Während eines Sales wurde «Helldivers 2» für «normale» Nutzerinnen mit 25 % Rabatt angeboten – andere Testpersonen sollen hingegen bis zu 56 % erhalten haben. Auch sonst bewegen sich die Unterschiede teils deutlich: In Europa liegen sie gemäss Bericht bei etwa 10–17 %, in den USA sogar bei bis zu 27,8 %.
Dynamische Preise in der Kritik
Dynamic Pricing ist kein neues Konzept. Airlines, Hotels oder Ticketplattformen nutzen es schon lange: Preise passen sich in Echtzeit an – je nach Nachfrage, Verhalten oder Zahlungsbereitschaft.
Im Gaming-Kontext ist das allerdings heikel. Denn anders als bei Flügen oder Hotelzimmern erwarten viele Nutzer hier fixe Preise – oder zumindest transparente Rabatte. Hört man sich in der Community um, sind auch viele wenig überraschend kein Fan von Sonys angeblichem Testlauf. Das Verhalten sei unfair und intransparent.
Noch ist unklar, wie weit Sony dieses Modell treiben will – oder ob es überhaupt dauerhaft eingeführt wird. Offiziell bestätigt ist das Ganze bisher nicht.