Noch ist die PS6 Zukunftsmusik. Aber die Gerüchteküche brodelt schon länger.
Noch ist die PS6 Zukunftsmusik. Aber die Gerüchteküche brodelt schon länger. (Bild: Taylor R / Unsplash)
Leak Sony PlayStation

PlayStation 6: Leaks deuten auf Power der Konsole hin

Chris Bucher
Chris Bucher

Ein neuer Leak sorgt für Gesprächsstoff: Die nächste PlayStation könnte deutlich mehr und schnelleren Arbeitsspeicher bekommen als bisher angenommen.

Wie die Onlineplattform Golem unter Berufung auf den bekannten Hardware-Leaker «KeplerL2» berichtet, soll die PlayStation 6 mit insgesamt 30 GByte GDDR7-Speicher ausgestattet sein. Zum Vergleich: Die PlayStation 5 kommt mit 16 GByte GDDR6 aus. Selbst die PlayStation 5 Pro, die zusätzlich 2 GByte langsameren GDDR5-Speicher für Systemaufgaben besitzt, läge damit deutlich darunter.

Konkret ist laut Leak von zehn 3-GByte-Modulen die Rede – jeweils fünf pro Seite des Mainboards. Angebunden über ein 160-Bit-Interface soll das Ganze auf eine Bandbreite von rund 640 GByte pro Sekunde kommen. Das wäre ein spürbarer Sprung gegenüber der aktuellen Generation, selbst in der Pro-Ausführung.

Zur Einordnung für alle, die mit Technik-Mambojambo nur wenig anfangen können: Mehr Bandbreite heisst vor allem schnellere Datenbewegung zwischen GPU und Speicher. Das ist entscheidend für hochauflösende Texturen, Raytracing, KI-Berechnungen oder komplexe Streaming-Welten. Kurz: für Spiele, die grösser und detailreicher werden sollen.

Warum GDDR7 ein Fragezeichen ist

Spannend – und heikel – ist der Einsatz von GDDR7. Die Speichertechnologie gilt als nächster Evolutionsschritt nach GDDR6, ist aber noch relativ neu und entsprechend teuer. Genau hier liegt der Knackpunkt.

In den letzten Monaten gab es immer wieder Spekulationen, wonach sich der Start der PS6 verzögern könnte – unter anderem wegen Kosten und Verfügbarkeit moderner Speicherchips. Sollte Sony tatsächlich 30 GByte GDDR7 verbauen wollen, wäre das technisch ambitioniert, aber auch preislich kein Selbstläufer.

Aber wir sprechen hier weiterhin von einem Leak. Offiziell bestätigt ist nichts.

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Geduld gefragt: Neue Hinweise deuten darauf hin, dass Sony den Release der PlayStation 6 nach hinten verschiebt.

Meine Meinung

Falls sich die Zahlen bewahrheiten, würde Sony klar auf Power setzen. 30 GByte RAM Sind eine ziemliche Ansage.

Gleichzeitig stellt sich mir aber die Frage: Brauchen wir das wirklich? Viele aktuelle Games schöpfen selbst die 16 GByte der PS5 noch nicht vollständig aus. Mehr RAM ist nice to have – aber erst Entwickler:innen machen daraus echte Mehrwerte.

Und was die angebliche Technik für den Preis der PlayStation 6 bedeutet, ist auch noch eine Frage, auf deren Antwort ich gespannt bin.