Die zum Stellantis-Konzern gehörende französische Premiummarke DS hat ihr Erfolgsmodell DS 7 neu aufgelegt. Obwohl das neue Modell auch als Hybrid erhältlich ist, liegt der Fokus mit drei verschiedenen Varianten klar auf den Elektroantrieben. Bei allen Modellen kommt die STLA-Medium-Plattform des Stellantis-Konzerns zum Einsatz.
Drei Elektromodelle und ein Hybrid
Die Basisversion E-Tense FWD des neuen DS 7 kombiniert der französische Automobilbauer mit einer 73,7-kWh-Batterie, die dank einem cw-Wert (Luftwiderstand) von 0,26 dennoch auf eine beachtliche Reichweite von 543 Kilometer kommen soll. DS gibt die Leistung mit 230 PS an. In der Boost-Funktion kann sie kurzzeitig auf 260 PS gesteigert werden. Die Höchstgeschwindigkeit aller Modelle beträgt maximal 190 km/h.
Für alle, die nicht auf den Allradantrieb verzichten möchten, könnte der E-Tense AWD Long Range die richtige Wahl sein. Es ist die leistungsstärkste Variante unter den drei Elektromodellen. Die Systemleistung kombiniert beträgt 257 kW (350 PS) mit Boost-Modus sogar kurzzeitig 276 kW (375 PS). Damit beschleunigt das Modell in lediglich 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die WLTP-Reichweite reduziert sich mit der 97,2-kWh-Batterie allerdings auf 679 Kilometer.

Als Flaggschiff-Modell wird der DS 7 E-Tense FWD Long Range geführt – zumindest was die maximale Reichweite betrifft. Er verfügt über die grosse Batterie mit einer Kapazität von 97,2 kWh, die eine Reichweite von bis zu 740 Kilometern ermöglicht. Dieses Modell soll selbst bei Autobahngeschwindigkeiten von 120 km/h eine reale Reichweite von über 450 Kilometern ermöglichen. Die Leistung beträgt 180 kW (245 PS), im Boost-Modus sind es 206 kW (280 PS).
Wer sich nicht für eines der drei Elektromodelle begeistern kann, kann den DS N°7 Hybrid kaufen. Dabei handelt es sich um einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit einem 48-Volt-Elektromotor. Mit 145 PS (107 kW) hat die Hybrid-Variante gegenüber den Elektromodellen zumindest bei der Leistung klar das Nachsehen.

Geringe Ladeleistung soll durch flache Ladekurve kompensiert werden
Während in China bereits Modelle mit Ladeleistungen von weit über 1000 kW vorgestellt wurden, kommt der neue DS 7 nur mit 160 kW daher. Eine flache Ladekurve zwischen 20 und 55 Prozent soll jedoch dafür sorgen, dass der DS 7 mit vorkonditionierter Batterie (manuell oder über die Navigation aktivierbar) in 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden kann. In zehn Minuten sollen immerhin 190 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können.
Für mehr Komfort soll auch die Funktion Plug & Charge sorgen, die einen Ladevorgang automatisch startet, sobald das Fahrzeug an einer DC-Schnellladestation angeschlossen wird. Der DS N°7 E-Tense verfügt in den Ausstattungen Pallas, Étoille und La Première über ein 11-kW-Onboard-Ladegerät und bietet optional ein 22-kW-Ladegerät; die Basisausstattung bietet ihrerseits ein 7,4-kW-Onboard-Ladegerät oder optional ein 11-kW-Gerät.

DS steht für Komfort
Im DS 7 kommt mit der DS Active Scan Suspension ein geregeltes Dämpfungssystem zum Einsatz. Es ist mit einer Kamera an der Windschutzscheibe verbunden und kann die Fahrbahn innerhalb weniger Millisekunden analysieren und das Dämpfungssystem entsprechend anpassen. Somit können Fahrbahnunebenheiten erkannt und der Fahrkomfort erhöht werden.
Für viel Komfort soll auch der Innenraum mit akustisch laminierten Windschutzscheiben und Dämpfungsmaterialien sorgen. Je nach Ausstattungsvariante gibt es Nappaleder oder Alcantara aus Recycling-Materialien sowie Sitze mit Heiz-,Kühl- und Massagefunktionen. Das Soundsystem besteht aus 14 Lautsprechern und wurde vom Audiospezialisten Focal entwickelt.
DS 7 ab Mai 2026 bestellbar
Der kompakte Elektro-SUV weist eine stark in Europa verankerte Wertschöpfungskette auf. Die 97,2-kWh-Batterie und die Elektromotoren werden in Frankreich produziert. Die Endmontage erfolgt in Italien.
Der Bestellstart des DS 7 ist im Mai 2026. Die ersten Fahrzeuge sollen im Herbst an Kunden ausgeliefert werden. Die Preise für die Schweiz wurden bisher nicht kommuniziert. In Deutschland gehts um die 60.000 Euro los.