Nicht jedes Buch muss beendet werden. «Goodreads» führt darum eine neue Funktion ein.
Nicht jedes Buch muss beendet werden. «Goodreads» führt darum eine neue Funktion ein. (Bild: Unsplash / Gülfer Ergin)
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Lese-Plattform «Goodreads» führt wichtiges Feature ein

Chris Bucher
Chris Bucher

Viele Leserinnen und Leser kennen das Problem: Man beginnt ein Buch – und legt es irgendwann entnervt weg. Jetzt reagiert die Onlineplattform Goodreads auf genau dieses Verhalten. Mit dem neuen «Did Not Finish»-Shelf (DNF) bekommt das Abbrechen erstmals einen festen Platz.

Bisher war die Logik bei Goodreads ziemlich simpel: Entweder man liest ein Buch gerade – oder man hat es fertig gelesen. Alles dazwischen musste man sich selbst organisieren, etwa mit selbst erstellten «Buchregalen».

Genau hier setzt das neue Update an. In den kommenden Wochen rollt Goodreads ein offizielles «Did Not Finish»-Regal aus. Wer bereits ein eigenes Regal mit ähnlichem Namen erstellt hat, muss nichts tun: Laut Medienmitteilung wird dieses automatisch erkannt und in das neue Standard-Regal umgewandelt – inklusive aller gespeicherten Bücher.

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Update wird stückweise implementiert

Noch ist das Feature nicht für alle sichtbar, der Rollout läuft schrittweise. Wer ungeduldig ist, sollte die App updaten.

Das neue Regal ist auch ein Zeichen dafür, wie sich Lesegewohnheiten verändert haben. Zwischen BookTok, Reading-Challenges und algorithmischen Empfehlungen wächst der Druck, Bücher «durchzuziehen». Ein offizielles DNF-Regal könnte helfen, diesen Perfektionsanspruch etwas zu entschärfen. Denn, wie ich als Vielleser mir immer wieder selbst sagen muss: Das Leben ist zu kurz für Bücher, die mir nicht gefallen.

Gleichzeitig liefert das Update Goodreads mehr Daten darüber, welche Bücher zwar gestartet, aber nicht beendet werden – ein spannender Insight für Verlage, Autorinnen und die Plattform selbst.