Kein Aprilscherz: Swisscom erhöht Preise für Privatkunden
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Kein Aprilscherz: Swisscom erhöht Preise für Privatkunden

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Nein, hierbei handelt es sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz. Swisscom wird zum 1. April 2026 tatsächlich die Preise für Privatkunden erhöhen. Die Internet- und Mobile-Abos werden pro Monat um 1,90 Franken teurer, die Preise für TV- und Festnetz-Abos werden um 90 Rappen erhöht. Von der Preiserhöhung sind sowohl Bestands- wie auch Neukunden betroffen.

Von der Preiserhöhung ausgenommen sind Grundversorgungsangebote, Prepaid-Angebote, Data-Only-Abos und Kids-Abos (Mobile). In den nächsten Tagen werden alle Kunden per E-Mail über die bevorstehende Preiserhöhung informiert. Kunden, die keine E-Mail-Adresse hinterlegt haben, werden spätestens mit der nächsten Rechnung über die neuen Preise in Kenntnis gesetzt.

Wer mit der Preiserhöhung nicht einverstanden ist, erhält ein Sonderkündigungsrecht. Auf dieser Website können sich Swisscom-Kund:innen über die Kündigung sowie alle weiteren Informationen zur bevorstehenden Preiserhöhung informieren.

Wie rechtfertigt Swisscom die höheren Preise?

Laut Swisscom sind die höheren Preise auf strukturelle Veränderungen im Telekommunikationsmarkt zurückzuführen. Während die Ansprüche an Datenmengen, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit in den letzten Jahren stetig gestiegen sind, gehen die Umsätze im Markt zurück, schreibt Swisscom. Allein im Jahr 2025 hat Swisscom eigenen Angaben zufolge rund 1,7 Milliarden Franken in den Ausbau und Unterhalt der Netz- und IT-Infrastruktur investiert.

Dieser Umsatzrückgang im Telekommunikationsmarkt lässt sich nicht mehr allein durch Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen auffangen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Auch Sunrise hat die Preise erhöht

Swisscom ist nicht der erste grosse Provider in der Schweiz, der seine Preise für Privatkunden erhöht. Im März 2025 hat Sunrise seine Abo-Preise um rund 1,8 Prozent erhöht. Damals führte das Unternehmen insbesondere die gestiegenen Stromkosten (durchschnittlich 23 Prozent) als Grund an.