«Tomb Raider», «Bioshock», «God of War» und «Horizon – Zero Dawn»: Gamefans kommen in den nächsten Monaten und Jahren voll auf ihre Kosten, denn alle oben genannten Game-Reihen werden für die grosse Leinwand oder den Bildschirm adaptiert. Dazu gesellt sich auch eine Verfilmung des Action-Krachers «Helldivers 2».
Und wie «Deadline» berichtet, hat der kommende Kinofilm nicht nur einen Regisseur gefunden und ein Startdatum bekommen, sondern auch gleich noch einen weltbekannten Star für die Hauptrolle geangelt: Jason Momoa.
Das charismatische Muskelpaket hat als Aquaman und im letzten Teil der «Fast and Furious»-Reihe für viel Spass gesorgt und mit «Minecraft» sogar schon etwas Game-Verfilmung-Erfahrung.
Apropos «Fast and Furious»: Regie führt Justin Lin, der mehrere «Fast & Furious»-Filme inszeniert hat. Heisst: Wir dürfen uns vermutlich auf ein hohes Tempo, viele Explosionen und eine extrem zweitrangige Story freuen. Das dürfte bei der Vorlage ausnahmsweise sogar ein Vorteil sein.
Vom Blockbuster-Game zum Blockbuster-Film
Das Game stammt vom schwedischen Arrowhead Game Studios. Der erste Teil erschien 2015, der grosse Durchbruch kam aber mit «Helldivers 2».
In den ersten vier Monaten nach Release verkaufte sich die Fortsetzung über zwölf Millionen Mal auf PS5 und PC. Inzwischen ist das Spiel auch auf Xbox verfügbar – und bleibt äusserst beliebt.
Die Story ist schnell erklärt (und herrlich überzeichnet): Eine Eliteeinheit, die «Helldivers», verteidigt die fiktive «Super Earth» gegen aggressive Alien-Spezies. Viel Pathos, viel Explosion – und eine gute Portion Satire auf Militarismus und Propaganda. Quasi Paul Verhoevens «Starship Troopers» in spielbarer Form.
Produziert wird der Film von PlayStation Productions und Sony Pictures. Laut «Deadline» ist «Helldivers» aktuell der einzige grosse Studio-Release am 10. November 2027 – ein strategisch kluger Zeitpunkt also.
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Meine Meinung
Sony hat mit Game-Adaptionen zuletzt durchaus Erfolge gefeiert. «Uncharted» spielte weltweit 407 Millionen Dollar ein und zählt zu den erfolgreichsten Videospielverfilmungen überhaupt – auch wenn der Film bei mir nicht besonders gut wegkam.
Dazu kommen die Serien «Twisted Metal» und «The Last of Us» – letztere wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als Qualitätsbeweis dafür, dass Game-Stoffe mehr können als reine Fan-Service-Action.
Anders als etwa «The Last of Us» steht bei «Helldivers» aber brachiale Multiplayer-Action statt Story im Vordergrund. Entscheidend ist also, ob der Film die Ironie und die Überzeichnung des Spiels einfängt – oder ob aus der selbstironischen Alien-Abwehr plötzlich ein bierernster Militär-Blockbuster wird.
Ich bin aber guter Dinge, das mit Jason Momoa und Justin Lin zwei Macher am Werk sind, die eine launige Gaudi abliefern werden.
