Am Wochenende ging ein Begriff durch die Gaming-Bubble: «DRM-Schock». Gemeint ist ein angeblich neues System auf PlayStation 5 und PlayStation 4, das digitale Spielekäufe alle 30 Tage online verifizieren soll. Wer nicht verbindet, kann nicht spielen – so zumindest die Befürchtung.
Bestätigt ist das alles aber nicht. Und je länger man hinschaut, desto mehr wirkt die Sache wie ein Mix aus alten Screenshots, Missverständnissen und möglicherweise einem technischen Fehler.
Woher kommt das Gerücht?
Auslöser der Diskussion sind unter anderem Aussagen des Modders Lance McDonald, wie «Play3» schreibt. Er spricht von einer neuen Form der Lizenzprüfung, bei der Spiele nach einem bestimmten Zeitraum eine erneute Online-Verbindung verlangen.
Dazu kursieren Screenshots, die genau das zeigen: eine Art «Ablaufdatum» mit Restzeit – oft 30 Tage. Danach soll eine Verbindung zu den Servern von Sony nötig sein, um die Lizenz zu erneuern, damit man weiterspielen kann.
Alte Hinweise, neue Panik
Ein grosser Teil der Screenshots stammt offenbar von der PS4 – und einige davon sind mehrere Jahre alt. Ähnliche Anzeigen wurden schon 2022 diskutiert, oft im Zusammenhang mit PlayStation Plus.
Auch aktuelle Reddit-Berichte widersprechen sich: Bei manchen Nutzerinnen und Nutzern taucht die Anzeige auf, verschwindet später aber wieder. Wenn es sich wirklich um ein neues DRM-System handeln würde, müsste es reproduzierbar sein. Ist es aber bislang scheinbar aber nicht.

Zusätzliche Verwirrung bringt ein Bericht des Projekts «Does it play?». Laut deren Angaben – basierend auf einem anonymen Insider – könnte es sich schlicht um einen Bug handeln.
Die Theorie: Sony hat beim Schliessen einer Sicherheitslücke unbeabsichtigt ein Problem im Lizenzsystem verursacht. Die merkwürdigen Ablaufdaten wären dann kein Feature, sondern ein Nebeneffekt.
Offiziell bestätigt ist auch das nicht. Eine Stellungnahme von Sony steht bisher aus.