In nur fünf Minuten Strom für bis zu 400 Kilometer nachladen? Was noch in jüngster Vergangenheit unmöglich schien, wird bereits in diesem Jahr dank BYD in Deutschland Realität. Bis zum Jahresende möchte der chinesische Autobauer 300 sogenannte Megawatt-Lader (1000 Kilowatt) in Deutschland in Betrieb nehmen. Die meisten davon sollen sich bei BYD-Händlern befinden.
In China wurde das Megawattladen bereits im vergangenen Jahr vorgestellt. Ebenso sind dort bereits erste Megawatt-Lader in Betrieb. Damit ein Elektroauto im Peak mit bis zu 1000 Watt geladen werden kann, müssen jedoch zwei Ladekabel gleichzeitig angeschlossen werden. Und selbstverständlich muss das Modell auch Megawattladen unterstützen.
In China unterstützt etwa der BYD Han L das Megawattladen. Das Elektroauto ist mit einer 83,2-kWh-LFP-Batterie ausgestattet. Unter optimalen Bedingungen und mit Einsatz von zwei DC-Ladeanschlüssen lässt sich die Batterie in nur 6 Minuten von 10 auf 70 Prozent aufladen. Von 0 auf 100 Prozent sollen es lediglich 20 Minuten sein. Das sind beeindruckende Zahlen.
Ob BYD entsprechende Megawatt-Lader auch in der Schweiz plant, ist bisher nicht bekannt. Jedenfalls gibt es dafür bis dato keine offizielle Ankündigung.
BYD verkauft in Deutschland mehr Plug-in-Hybride als Elektroautos
Im Hinblick auf Deutschland zeigte sich BYD mit dem vergangenen Jahr zufrieden. Mit 9562 Zulassungen war das Modell Seal-U über alle Antriebsarten hinweg das beliebteste BYD-Modell. Dabei wurde die PHEV-Version (Plug-in-Hybrid) mit 8674 Zulassungen am häufigsten verkauft. Auf dem zweiten Platz rangiert der Seal, von dem ebenfalls mehr PHEVs (3461) als Elektroautos (1943) verkauft wurden. Den dritten Platz erreichte das preiswerte Elektroauto Dolphin Surf mit 2718 Zulassungen.