Der kürzlich vorgestellte BMW i3 hat eine WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern. Das ist der neuen Elektro-Plattform zu verdanken, die eine deutlich grössere Batterie und einen hocheffizienten elektrischen Antrieb bietet. Die maximale Reichweite des BMW i4 von etwas über 600 Kilometern wirkt dagegen alt. Das Problem des i4 besteht darin, dass er noch auf einer Verbrenner-Mischplattform basiert.
Bei BMW hat man das Problem offenbar auch erkannt. Gegenüber dem Magazin Autocar bestätigte der deutsche Automobilhersteller nun, dass die Tage des BMW i4 gezählt sind. Er soll 2027 auslaufen und somit nicht mehr produziert werden. Die grosse Frage ist jedoch, ob der BMW i4 eine neue Generation erhält, die direkt auf der „Neuen Klasse” basiert.
BMW kann es sich eigentlich nicht leisten, die Produktion des i4 einzustellen, ohne einen Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Denn der i4 zählt trotz der Mischplattform zu den erfolgreichsten Elektroautos des Unternehmens. Das weiss auch BMW und hat bereits zu Beginn des Jahres bestätigt, dass die 4er-Reihe auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen wird.
Es ist also davon auszugehen, dass sich BMW bereits hinter verschlossenen Türen Gedanken über die nächste Generation des i4 macht. Dieser wird technisch an den i3 anknüpfen, aber vermutlich etwas sportlichere Werte bieten. Das wird jedoch nicht von heute auf morgen geschehen. Derzeit liegt der Fokus bei BMW klar auf der Elektro-Limousine BMW i3 und dem Elektro-SUV BMW iX3.
Mit einer Vorstellung des neuen BMW i4, der auf der Neuen Klasse basiert, ist definitiv nicht in diesem Jahr und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nicht im nächsten Jahr zu rechnen. Das heisst, frühestens 2028 rechnen wir mit dem neuen i4.