«Avatar: Fire and Ash» bleibt an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück.
«Avatar: Fire and Ash» bleibt an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück. | Bild: 20th Century Fox
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«Avatar 3» enttäuscht – Fortsetzungen in der Schwebe

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Mit einem Einspielergebnis von 1,4 Milliarden US-Dollar ist ein Film in der Regel ein finanzieller Erfolg. Nicht so James Camerons «Avatar 3». Mit Produktions- und Marketing-Kosten von rund 500 Millionen US-Dollar kratz der Film erst an der Gewinnschwelle.

Disney überdenkt seinen Kurs

Laut Branchen sei ein Umsatz von mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar nötig, damit der Film in die schwarzen Zahlen rutsche. Zwar dürfte «Avatar: Fire and Ash» mit Blu-Ray-Verkäufen und anderen, indirekten Einnahmen doch noch Profit abwerfen, für Disney bleibt der Film aber eine Enttäuschung.

«Avatar 3» hat weder inhaltlich noch visuell viel Neues geboten.

Das liegt vor allem auch daran, dass die beiden Vorgänger beide über zwei Milliarden eingespielt haben. Aus diesem Grund möchte Disney seine Strategie nun noch einmal überdenken. Eigentlich waren «Avatar 4» und fünfte Teil für 2029 und 2031 geplant gewesen. Allerdings besteht nun natürlich das Risiko, dass die beiden weiteren Teile noch weniger Einspielen.

Das wäre grundsätzlich kein Problem, wenn die Kosten gesenkt werden könnten. Doch Regisseur James Cameron gilt als kompromisslos, wenn es um sein Schaffen geht. Er setzt auf neueste Technik und aufwändige Produktionen, die auch das Budget der beiden weiteren Teile auf eine halbe Milliarde pro Film aufblasen dürften.

Die Gründe für das schwache Ergebnis

Warum der dritte Teil nicht so erfolgreich war, führen Beobachter auf drei Gründe zurück: «Avatar 3» hat weder visuell noch inhaltlich wirklich etwas Neues geboten. Ausserdem soll der Abstand von nur drei Jahren zum Vorgänger zu wenig gewesen sein. Wir erinnern uns: Zwischen dem ersten und zweiten Teil lagen ganze 13 Jahre.

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Sollte sich Disney tatsächlich dazu entscheiden, Teil 4 und 5 abzusagen, geht es trotzdem weiter – allerdings in einem anderen Medium. James Cameron hatte bereits letztes Jahr angekündigt, dass er plane, die Fortsetzungen als Romane zu veröffentlichen, sollte er die beiden weiteren Filme nicht realisieren können.

Eigene Meinung

Das Resultat überrascht mich überhaupt nicht. Bereits im Vorfeld hatte ich darauf spekuliert, dass «Avatar 3» maximal 1,5 Milliarden US-Dollar einspielen wird. Die Gründe sind für mich aber nicht ganz dieselben, wie die der Beobachter.

Für mich war schon der zweite Teil nicht mehr wirklich etwas Neues. Der Film hat die Zwei-Milliardengrenze geknackt, weil die Leute einfach neugierig waren, wie Teil 2 aussieht. «Avatar» war 2009 einer der allerersten richtigen 3D-Filme und hat viele Zuschauer:innen einfach nur zum Staunen gebracht – inklusive mir. Viele drüften Teil 2 besucht haben, in der Hoffnung, dieses Gefühl erneut zu verspüren.

Da wir uns aber inzwischen aber an 3D-Filme gewöhnt haben, ist der Effekt nicht mehr der gleiche. Auch die fantasievolle Welt von «Avatar» war bereits bekannt und konnte nicht mehr so sehr überraschen, wie beim ersten Teil (auch wenn die Fortsetzung seine Momente hatte).

Bei Teil 3 gab es dann für viele, die den vorherigen Teil aus Neugierde geschaut haben, keinen Grund mehr, ein Kinoticket zu kaufen. Dass «Avatar: Fire and Ash» dann sozusagen Teil 2 kopiert hatte, hat aber sicherlich auch nicht geholfen.