Amazon und OpenAI bauen ihre Partnerschaft massiv aus. Der Tech-Konzern investiert insgesamt 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI – 15 Milliarden sofort, weitere 35 Milliarden später unter bestimmten Bedingungen. Gleichzeitig wird Amazon Web Services (AWS) zur zentralen Plattform für neue OpenAI-Angebote.
Kernstück der Zusammenarbeit ist eine sogenannte «Stateful Runtime Environment», die über Amazon Bedrock verfügbar sein soll. «Stateful» heisst: KI-Modelle behalten Kontext, erinnern sich an frühere Schritte und arbeiten über Tools und Datenquellen hinweg. Statt isolierter Prompts sollen so zusammenhängende Workflows möglich werden – also KI, die Projekte begleitet statt nur Antworten liefert. Der Start ist in den kommenden Monaten geplant, wie Amazon in einer Mitteilung schreibt.
Zudem wird AWS exklusiver Drittanbieter-Cloud-Distributor für OpenAI Frontier. Die Plattform richtet sich an Unternehmen, die ganze Teams von KI-Agenten in bestehende Systeme integrieren wollen – mit Governance und Sicherheitsmechanismen. Für Amazon sei das ein strategischer Schachzug im Wettbewerb mit anderen Cloud-Anbietern.
Auch bei der Infrastruktur rückt man enger zusammen: OpenAI verpflichtet sich, rund 2 Gigawatt Trainium-Kapazität über AWS zu beziehen. Die hauseigenen KI-Chips von Amazon sollen helfen, Rechenleistung langfristig zu sichern und Kosten zu senken. Parallel wollen beide Unternehmen angepasste Modelle für Amazons eigene Kundenprodukte entwickeln. Nach Disney ist Amazon nun das zweite Grossunternehmen, dass OpenAI in grossem Stil in die Unternehmensstruktur einbaut.