Einzelne Amazon-Dienste sind vom Krieg im Nahen Osten betroffen.
Einzelne Amazon-Dienste sind vom Krieg im Nahen Osten betroffen. (Bild Unsplash / Christian Wiediger)
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Amazon funktioniert nach Drohneneinschlag nur eingeschränkt

Chris Bucher
Chris Bucher

Zwei Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind am Sonntagmorgen von Drohnen getroffen worden. Ein weiterer Standort in Bahrain wurde durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beschädigt. Das Unternehmen spricht von strukturellen Schäden und längeren Ausfällen. Das hat Einfluss auf die Funktionalität des Online-Giganten.

Zunächst war auf dem AWS-Status-Dashboard nur von «Objekten» die Rede, die Einrichtungen in den VAE getroffen und «Funken und Feuer» verursacht hätten. Später bestätigte der Konzern laut einem Bericht von CNBC, dass die Vorfälle im Zusammenhang mit dem «andauernden Konflikt im Nahen Osten» stehen.

So präsentiert sich das Amazon Status Dashboard
So präsentiert sich das Amazon Status Dashboard (Bild: Amazon)

Betroffen sind zwei Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ein weiterer Standort in Bahrain. Die Angriffe führten laut AWS zu strukturellen Schäden, unterbrochener Stromversorgung und – durch notwendige Löscharbeiten – zusätzlichen Wasserschäden.

Diese Dienste sind betroffen

Laut AWS waren unter anderem zentrale Services eingeschränkt:

  • EC2 (virtuelle Server)
  • S3 (Cloud-Speicher)
  • DynamoDB (Datenbankdienst)

Kunden meldeten gemäss «20 Minuten» erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit. AWS arbeitet an der Wiederherstellung, warnt aber selbst vor längeren Ausfallzeiten. Parallel versucht das Unternehmen, Datenzugriffe und Services in der Region provisorisch abzusichern.

Auch KI-Dienste geraten ins Straucheln

Am Montag wurde zudem bekannt, dass es beim KI-Assistenten Claude zu einer Störung kam. Entwickelt wird dieser von Anthropic – einem KI-Unternehmen, an dem Amazon mit mehreren Milliarden US-Dollar beteiligt ist.

Anthropic nutzt AWS als primären Cloud-Infrastrukturpartner für Training und Betrieb seiner Modelle. Entsprechend liegt der Zusammenhang nahe: Wenn Teile der AWS-Infrastruktur ausfallen, spüren das auch KI-Anwendungen.