ADAC-Wintertest: Diese Elektroautos kommen bei Kälte am weitesten
Wie gut schneiden aktuelle Elektroautos im Winter ab? | Bild: KI-generiert mit Gemini Banana
Vergleich Audi Elektroauto

ADAC-Wintertest: Diese Elektroautos kommen bei Kälte am weitesten

Bruno Rivas
Bruno Rivas

In den letzten Wochen war ich mit dem einen oder anderen Elektroauto unterwegs und konnte mir bei (sehr) kalten Temperaturen ein gutes Bild davon machen, wie E-Mobiltät im Winter funktioniert – oder auch nicht. Ja, es stimmt, dass Elektroautos im Winter hinsichtlich Reichweite und Ladeleistung gewisse Probleme haben. Doch wie stark sind diese?

Der ADAC hat zahlreiche Elektroautos unterschiedlicher Hersteller über die Wintermonate in puncto Reichweite und Ladeleistung getestet. Die Auswahl fiel dabei vor allem auf teure Modelle ab einem Preis von knapp 44.000 Euro bis zu über 91'000 Euro. Modelle mit kleineren Batterien, wie der Renault 5 oder MG4, waren nicht Teil des ADAC-Wintertests.

Welches Elektroauto hat sich den Spitzenplatz ergattert? Etwas überraschend ist es der Audi A6 Avant e-tron Performance geworden. Laut ADAC erreicht der Elektro-Kombi von Audi hinsichtlich Reichweite und Nachladen in 20 Minuten die beste Leistung. Dicht auf den Fersen folgt das Tesla Model Y, das ebenfalls das Prädikat „Gut” vom ADAC erhält. Dabei fällt der Tesla vor allem bei der Ladeleistung klar ab.

Der Audi A6 Avant e-tron Performance liefert eine WLTP-Reichweite von über 700 Kilometer. Im ADAC-Test betrug die reale Autobahn-Reichweite bei einer simulierten Temperatur von 0 Grad Celsius immerhin noch 441 Kilometer. Den besten Verbrauch konnte hingegen das Tesla Model Y mit durchschnittlich 22,2 kWh auf 100 Kilometer aufweisen.

Den dritten Platz belegt der VW ID. 7 Tourer Pro, der allerdings nur noch das Prädikat „befriedigend” erhält. Am anderen Ende der Rangliste sorgt der BYD Sealion 7 für einen Negativ-Ausreisser. Von der WLTP-Reichweite von 502 Kilometer bleibt bei einem Verbrauch von durchschnittlich 35 kWh auf 100 km nicht mehr ganz so viel übrig. Die Reichweite betrug deutlich unter 300 km. Das reichte noch knapp für die Gesamtnote "ausreichend".

Grafik: ADAC