Zu den Opfern gehören auch Titel von Nostra Games, die besonders Simulatoren produziert haben
Zu den Opfern gehören auch Titel von Nostra Games, die besonders Simulatoren produziert haben (Bild: Screenshot Trailer / Nostra Games)
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Sony kickt tonnenweise KI-Games aus dem PSN

Chris Bucher
Chris Bucher

Sony hat still und ohne grosse Ankündigung die Kataloge mehrerer Publisher aus dem PlayStation Store entfernt. Betroffen sind unter anderem Nostra Games und CGI Lab – zwei Studios mit sehr unterschiedlichem Output, aber ähnlichem Problem: viel Masse, wenig Klasse.

Oder auf Neudeutsch: KI-Slop-Shovelware. Also einigermassen lieblos zusammengeschusterte Games, die für den schnellen Reibach sorgen sollen.

Bereits Anfang Jahr traf es den Publisher ThiGames, bekannt für Titel wie «The Jumping Pizza». Jetzt folgt die nächste Welle, wie die Plattform «PushSquare» schreibt. Besonders auffällig ist der Fall von Nostra Games. Das Studio hat über die Jahre fast 700 Spiele veröffentlicht, viele davon Simulationen. Der Fokus lag offenbar weniger auf Qualität als auf Quantität – inklusive leicht zu erreichender Platin-Trophäen, die für viele der Anreiz waren, die Spiele überhaupt erst zu kaufen.

«Tomb Raider»-Debakel: Entwickler nimmt Stellung
Nach dem katastrophalen Launch eines Updates für «Tomb Raider 1-3 Remastered» nimmt nun das Entwicklerstudio Stellung.

Das sorgte zwar für Aufmerksamkeit, aber auch für Kritik. Spätestens mit «Ghostly Whiskers» wurde es heikel: Das Koop-Spiel mit Katzen stand im Verdacht, ein KI-generierter Abklatsch von «Haunted Paws» zu sein.

Entwickler zeigen sich irritiert

Auf Discord zeigt sich das Studio überrascht über den Rauswurf. Man habe keine Begründung von Sony erhalten und plane nun, sich stärker auf andere Plattformen wie Switch, Xbox und Steam zu konzentrieren.

Weniger klar ist die Situation bei CGI Lab. Das Studio hat nur wenige Spiele veröffentlicht, darunter Low-Budget-Horrortitel wie «Platform Zero» oder «Veins of Darkness». Warum genau auch diese entfernt wurden, ist nicht bekannt. Deswegen muss sich auch Sony Kritiken zu Intransparenz gefallen lassen.