Skoda Elroq & Enyaq (2026): Update bringt neue Technik – aber auch Downgrades
Bild: Skoda
News Skoda Elektroauto

Skoda Elroq & Enyaq (2026): Update bringt neue Technik – aber auch Downgrades

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Die beiden Elektro-SUVs Elroq und Enyaq von Skoda kommen bei den Kunden nach wie vor gut an. Das verdeutlichen die Verkaufszahlen: Im vergangenen Jahr belegte der Elroq den zweiten und der Enyaq den siebten Platz unter den meistverkauften Elektrofahrzeugen in Europa. Für Mitte 2026 kündigt Skoda nun die Markteinführung des Modelljahres-Updates für beide Fahrzeuge an.

Das diesjährige Update bringt ein neues Infotainmentsystem inklusive neuer Hardware, optimierte Fahrassistenzsysteme und bei den Einstiegsmodellen leicht stärkere Antriebe. Im Vergleich zum bisherigen Modell fallen jedoch auch das eine oder andere kleinere Downgrade auf.

Neues Android-basiertes Infotainmentsystem

Die neuen Modelle des Elroq und Enyaq erhalten nun ebenfalls das überarbeitete, Android-basierte Infotainmentsystem. Dieses bietet eine neue Optik, einen neu gestalteten Startbildschirm, ein Rasterlayout, eine Favoriten- und eine Suchfunktion sowie erweiterte Personalisierungsoptionen für ein verbessertes, intuitiveres Erlebnis.

Dank einem App-Store können zusätzliche Apps und games heruntergeladen werden. Darunter auch von Drittanbietern wie Spotify und YouTube sowie zahlreiche Apps aus Kategorien wie Audio- und Video-Streaming, Casual Games, Nachrichten, Wetter und mehr.

In der Pressemitteilung heisst es, dass das neue Infotainmen ausschliesslich neu produzierten Fahrzeugen vorbehalten bleibt.

Einstiegsmodelle mit mehr Leistung

Das Basismodell des Elroq und Enyaq erhalten neu eine Leistung von 140 kW (bisher 125 kW). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt damit in in 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei maximal 160 km/h. Die Anhängelast beträgt bei 12 Prozent Steigung maximal 1000 kg. Die anderen Varianten des Elroq können bis 1800, die des Enyaq sogar bis 2200 kg ziehen.

Bei der Batterie wechselt Skoda nun beim Basismodell auf LFP. Die nutzbare Kapazität bleibt bei unverändert bei 58 kWh. Jedoch liegt die Ladeleistung an einer Schnellladestation (DC) nun noch bei 105 kW. Bisher konnte die Batterie mit bis zu 145 kW aufgeladen werden.

Kleinere Downgrades bei den RS-Modellen

Bei den beiden RS-Modellen gibt es einige kleinere Downgrades. Das fängt bei der Batterie an, die nun eine Netto-Kapazität von 77 kWh bietet. Bisher verkaufte Skoda diese Modelle mit einer nutzbaren Kapazität von 79 kWh. Die Ladeleistung bleibt hingegen wohl unverändert bei 175 kW. Allerdings gibt es hinsichtlich Ladeleistung unterschiedliche Berichte im Netz. Wir beziehen uns auf die Angaben von Skoda.

Bild: Skoda

Neu bei allen Modellen des Elroq und Enyaq ist die Einführung von echtem One-Pedal-Driving und einer zweistufigen Rekuperation. Auch neu ist jetzt ein Frunk, der sich unterhalb der Motorhaube befindet und immerhin ein zusätzliches Volumen von 21 Liter bietet. Das ist jetzt nicht wahnsinnig viel Platz, reicht aber in der Regel aus, um ein Ladekabel zu verstauen.

Weitere Neuerungen: Es gibt jetzt eine Innenraumkamera, die im Rückspiegel integriert ist. Sie soll die Erkennung von Müdigkeit des Fahrers verbessern.  Die belüftete Phonebox unterstützt das Qi2 Magnetic Power Profile für kabelloses Laden mit bis zu 25 W, während USB-C-Anschlüsse im vorderen und im hinteren Bereich weiterhin bis zu 45 W bieten. 

Bild: Skoda

Travel Assist 3.0

Der Travel Assist 3.0, umfassend aktualisierte Radarsysteme und Sensoren sowie erweiterte Online-Dienste sorgen für eine präzisere Spurführung, eine sanftere Geschwindigkeitsregelung und umfangreichere Sicherheitsfunktionen. Alle Sensoren wurden laut Skoda auf Hardware- oder Softwareebene verbessert, um eine stabilere Datenerfassung für die Assistenzsysteme zu gewährleisten. Der Spurwechselassistent wurde weiter verfeinert, und der Notfallassistent mit automatischem Spurwechsel auf Autobahnen kann das Fahrzeug auf den Standstreifen lenken, wenn der Fahrer nicht reagiert.

Skoda Elroq und Enyaq: Erste Auslieferungen im Sommer

Die neuen Modelle werden ab Sommer 2026 an die ersten Kund:innen ausgeliefert. Die Preise hat Skoda bisher nicht kommuniziert. Sie dürften sich jedoch an den Preisen der bisherigen Modelle orientieren.