Das Multiplayer-Horrorspiel «Dead by Daylight» kommt ins Kino. Wie zuerst der The Hollywood Reporter berichtet, haben die beiden Filmstudios Blumhouse Productions und Atomic Monster zwei bekannte Namen für das Drehbuch verpflichtet: David Leslie Johnson-McGoldrick und Alexandre Aja.
Johnson-McGoldrick ist eng mit dem «Conjuring»-Kosmos verbunden. Er schrieb unter anderem an «The Conjuring 2», «The Conjuring: The Devil Made Me Do It» und weiteren Ablegern mit. Ausserdem war er an DC-Blockbustern wie «Aquaman» beteiligt.
Aja dürfte hingegen vielen Fans von kompromisslosem Horror ein Begriff sein. Er steht hinter Filmen wie dem Remae von «The Hills Have Eyes», «Piranha 3D» und dem Krokodil-Thriller «Crawl».

Regisseurin gesucht
Die beiden haben bisher nie zusammengearbeitet. Laut Bericht sollen sie nun gemeinsam eine filmische Version von «Dead by Daylight» entwickeln, die Survival-Horror mit psychologischem Terror verbindet. Aja wird allerdings nicht Regie führen. Die Suche nach einem passenden Regisseur läuft.
Das Multiplayer-Spiel «Dead by Daylight» erschien 2016 vom kanadischen Studio Behaviour Interactive. Das Prinzip ist simpel und fies zugleich: Vier Überlebende reparieren Generatoren, um zu entkommen – während ein Killer ihnen dicht auf den Fersen ist.
Mehr als 60 Millionen Spieler:innen weltweit haben das Game laut Bericht mittlerweile ausprobiert. Dazu kommen Spin-offs wie Brettspiele und Comics. Das Spiel lebt von bekannten Horrorfiguren, Gastauftritten und einem stetig wachsenden Universum.

Meine Meinung
Noch eine Spielverfilmung! Da verlier ich ja langsam den Überblick. Während einige angekündigte TV- und Kinoadaptionen in meinen Augen Sinn ergeben («God of War», «Tomb Raider», «Super Mario Galaxy») frage ich mich schon, wie das spassige, inhaltlich aber eher schwache Prinzip von «Dead by Daylight» auf der Leinwand funktionieren soll.
Immerhin lebt das Game von seinen zahlreichen bekannten Figuren, die aus andern Franchises bekannt sind. Von «Resident Evil» über «Silent Hill» zu «Stranger Things» und «Scream» ist so ziemlich alles vertreten, was im Genre Rang und Namen hat. Und ob Blumhouse und Co. sich wirklich die Lizenzen dafür einkauft, darf zumindest bezweifelt werden. Vielleicht ziehen Blumhouse und Atomic Monster auch einfach einen «Until Dawn» durch und pfeifen grossflächig auf die Eckpunkte der Vorlage.